Kreuzblütengewächse

(Brassicaceae)

Graukresse (Berteroa incana)
Weilbach, Naturschutzgebiet Kiesgrube, 18.09.2024

Die Graukresse habe ich auf einer ziemlichen Brachfläche direkt vor der noch in Betrieb befindlichen Kiesgrube entdeckt. Ganz klein und winzig. Meine Recherche ergab jedoch, dass sie sehr ausladend werden kann und als Neophyt bei uns gilt.

Für uns Menschen völlig bedenkenlos essbar ABER Pferde können beim Verzehr sogar davon sterben. Auch dann noch, wenn die Graukresse im gemähten Futter sich befindet. Natura DB (siehe unten) schreibt dazu:

„Menschen können die Graukresse relativ bedenkenlos verzehren, aber bei Pferden kann sie zu erheblichen gesundheitlichen Problemen führen. Sie löst bei trächtigen Stuten Fehlgeburten aus und führt zu Fieber, Herzrasen, Ödembildungen und Apathie sowie Blut in Urin und Kot – eine Symptomatik, die als Brandenburgische Pferdeseuche traurige Berühmtheit erreicht hat. Giftig ist nicht nur das frische Kraut, sondern auch das getrocknete, wenn es ins Heu gerät.“

Graukresse enthält Senfölglycoside und einen bisher unbekannten Giftstoff, auf den Pferde sensibel reagieren. 

Aus den fettreichen Samen gewinnt man Kresseöl. Früher wurde es als Speiseöl genutzt, heute verwendet man es fast ausschließlich als Schmiermittel.

https://www.naturadb.de/pflanzen/berteroa-incana/

Insbesondere für Pferdebesitzer:

https://llh.hessen.de/pflanze/gruenland-und-futterbau/graukresse-giftiger-neuankoemmling


Echte Brunnenkresse (Nasturtium officinale)
Câmara de Lobos, am Hafen, Madeira, 04.04.2025

Die Echte Brunnenkresse ist in Eurasien, Nordafrika und Makaronesien zu Hause. Hier habe ich sie an einem kleinen Bachlauf am Hafen entdeckt.