Doldenblütler

(Apiaceae)

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Zahnstocher-Knorpelmöhre  (Ammi visnaga), auch
Zahnstocherammei oder Bischofskraut

> Marburg, Alter Botanischer Garten, 27.08.2024


Von weitem natürlich leicht mit unserer Wilden Möhre verwechselbar. Bei näherem Hinkommen dann nicht mehr ganz so. Da fehlt zum Beispiel die markante Mohrenblüte der Wilden Möhre.

Interessant auch, dass sich bei der Zahnstocher-Knorpelmöhre die nestartig zusammengezogene Fruchtdolde bei Feuchtigkeit wieder ausbreitet und bei Trockenheit sich wieder schließt. Bei der Wilden Möhre ist das genau umgekehrt.

Und warum nun „Zahnstocher“? Die getrocknete Fruchtdolde wird in den orientalischen Ländern, wo die Pflanze herkommt, zur Herstellung von Zahnstochern verwendet. Außerdem lassen sich mit dem Zerkauen der Früchte Ablagerungen an den Zähnen beseitigen.

Traditionell allerdings auch als Heilkraut verwendet.

Ursprünglich im Mittelmeerraum und Nordafrika ansässig. Diese hier wächst sehr ausladend im Alten Botanischen Garten in Marburg.

https://www.heilpraxisnet.de/heilpflanzen/bischofskraut/